Informationen für Autofahrer

Begleitetes Fahren = Fahrerlaubnis auf Probe

Auch das „Begleitete Fahren ab 17 Jahren“ ist nach dem Straßenverkehrsgesetz eine Fahrerlaubnis auf Probe. Sie beginnt mit der Aushändigung der Prüfungsbescheinigung und dauert zwei Jahre.

Eine während der Probezeit begangene Straftat oder Ordnungswidrigkeit, die eine Eintragung im Verkehrszentralregister bedingt, zieht die gleichen Sanktionen nach sich wie der erstmalige Erwerb einer Fahrerlaubnis. Bei einer schwerwiegenden oder zwei weniger schwerwiegenden Zuwiderhandlungen ordnet die Fahrerlaubnisbehörde ein Aufbauseminar an, im Fall von Alkohol oder Drogen ein besonderes Aufbauseminar, zudem verlängert sich die Probezeit um zwei Jahre. Die Behörde setzt eine Frist, bei deren Nichteinhaltung die Fahrerlaubnis entzogen wird.

Das Verwaltungsgericht Göttingen hatte zu entscheiden, ob die Anordnung eines Aufbauseminars rechtmäßig erfolgt war. Ein junger Fahrer hatte während der Maßnahme „Begleitetes Fahren“ einen Rotlichtverstoß begangen und war daraufhin zur Teilnahme an einem Aufbauseminar aufgefordert worden. Nachdem er das Seminar fristgerecht abgeschlossen hatte, legte er Klage dagegen ein mit der Absicht, Amtshaftungsansprüche geltend zu machen. Die Klage war erfolglos.

Quelle: DAR Deutsches Autorecht, Jg. 83 (2013) H. 6, S. 342

...und außerdem:

Wer in Europa mit dem Auto unterwegs ist sollte mit den Verkehrsregeln des Gastlandes vertraut sein; denn der Fahrer unterliegt dem dort gültigen Verkehrsrecht. Seit Oktober 2010 gilt ein Eu-weites Vollstreckungsabkommen, das den deutschen Behörden ermöglicht, im Ausland aktenkundige Verkehrsverstöße im Rahmen der Amtshilfe zu vollstrecken. Und das kann dem deutschen Autofahrer dann sehr teuer zu stehen kommen; bereits geringe Verstöße werden im Ausland mit erheblichen Bußgeldern belegt. Zum Beispiel Finnland, hier richtet sich das Strafgeld nach dem Einkommen des Fahrers. Nach Angaben des ADAC sind vier- und fünfstellige Summen bei den Finnen keine Seltenheit. Anführer der „Hit-Liste“ ist jedoch Großbritannien, dort können bei Verstößen gegen die 0,8 Promille-Grenze umgerechnet bis zu 5700 Euro fällig werden.

Aber es gibt Rabatte! Zahlt der Verkehrssünder seine Strafe direkt vor Ort oder zeitnah, kann er mit deutlichen Abschlägen rechnen. In Italien wird nur die Mindestbuße fällig, wenn innerhalb von 60 Tagen gezahlt wird. Auch Frankreich belohnt schnelle Zahler (innerhalb von 15 Tagen) mit einem Nachlass. Die größten Rabatte aber räumen Griechenland und Spanien den Verkehrssündern ein: Einen Nachlass von 50 Prozent gewähren diese Länder, wenn die Staatskasse die fälligen Beträge bereits nach 10 bzw. nach 20 Tagen verbuchen kann.

Quelle: de.autoblog.com