Corona: Weniger Verkehr = weniger Unfälle im 1. Hj. 2021

Das weiterhin relativ geringe Verkehrsaufkommen in der Corona-Pandemie hat sich laut Destatis auch im 1. Halbjahr 2021 deutlich auf das Unfallgeschehen in Deutschland ausgewirkt: Noch nie seit der deutschen Vereinigung gab es in einem 1. Halbjahr sowenig Unfälle, Getötete und Verletzte.

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm die Polizei im Zeitraum Januar bis Juni 2020 etwas mehr als eine Million Straßenverkehrsunfälle auf - 2,4% weniger als Vorjahreszeitraum. Dabei sind 1.128 Menschen ums Leben gekommen (162 oder minus 12,6 %) und knapp 134.800 Personen (minus 10 %) verletzt worden. Damit wurde der bisherige Tiefststand aus dem 1. Halbjahr 2020 nochmals unterschritten.

Bei knapp 935.700 Unfällen im 1. Halbjahr 2021 blieb es bei Sachschaden (-1,5 %), bei rund 109.400 Unfällen gab es Getötete oder Verletzte (-9,3 %). Je 1 Million Einwohner/innen (Mio. EW) starben in Deutschland durchschnittlich 14 Menschen im Straßenverkehr. Das größte Risiko, tödlich zu verunglücken, bestand in Sachsen-Anhalt mit 27 Verkehrstoten je 1 Mio. EW, gefolgt von Brandenburg mit 22 und Niedersachsen mit 19 Verkehrstoten je 1 Mio. EW. Mit 4 beziehungsweise 6 lag dieser Wert in den Stadtstaaten Hamburg und Berlin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Ebenfalls niedrig war das Risiko in den Flächenstaaten Nordrhein-Westfalen (9), Hessen (11) sowie Baden-Württemberg, Bayern und Schleswig-Holstein (je 13 bei Straßenverkehrsunfällen Getötete je 1 Mio. EW).

Quelle: Presseinformation Destatis 20.8.2021

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