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Medizinisch-psychologische Untersuchungen im Jahr 2015

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat die Statistik zur Begutachtung der Fahreignung (MPU) im Jahr 2015 vorgelegt.

Im Jahr 2015 führten die 15 aktiven Träger der bundesdeutschen Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF) nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) insgesamt 91.276 medizinisch-psychologische Untersuchungen durch; das waren etwa genauso viele wie im Vorjahr (-0,3%).
Mit rund 50% bildeten die Alkohol-Fragestellungen nach wie vor die stärkste Anlassgruppe der Begutachtung, wobei der größte Anteil der zu begutachtenden Klienten (30%) erstmalig mit Alkohol aufgefallen war. Die zusammengefassten drogenbezogenen Untersuchungsanlässe „Drogen und Medikamente“ bildeten mit 23% die zweitgrößte Anlassgruppe, gefolgt von „Verkehrsauffälligkeiten mit bzw. ohne Alkohol“ (22 bzw. 16%). Im Schnitt wurden 59% aller Untersuchten als geeignet und 35% als ungeeignet zum Führen eines Kfz beurteilt. 6,4 % wurden zwar negativ, aber als nachschulungsfähig beurteilt; diese – hauptsächlich mit Alkohol und/oder Drogen aufgefallenen - Untersuchten konnten ihre Eignung durch Teilnahme an einem entsprechenden Reha-Kurs wiederherstellen. Differenziert nach (den größeren) Untersuchungsanlässen war die Chance auf ein positives Begutachtungsergebnis bei den Drogen- (64,9%) und den Verkehrs-Auffälligen (62,1%) am größten.
Im Vergleich mit den Vorjahren zeigen sich kaum stabile Trends der Untersuchtenzahlen nach Anlässen. Lediglich bei den wiederholt Alkoholauffälligen, den strafrechtlich Auffälligen und den Untersuchten mit der kombinierten Fragestellung „Alkohol/Strafrecht“ waren die Zahlen zwischen 2011 und 2015 kontinuierlich rückläufig. Im Vergleich mit 2011 mussten lediglich bei den Drogenauffälligen 2015 mehr (17.472) Untersuchungen als 2011 (15.430) stattfinden; bei allen anderen wichtigen Anlässen lag die Zahl der Untersuchungen 2015 niedriger als vor vier Jahren. Bei den Nachschulungsempfehlungen gab es 2015 nach Jahren kontinuierlich sinkender Anteile an allen Untersuchungsergebnissen mit 6,4% erstmals wieder dieselbe Quote wie im Vorjahr.

Quelle: Pressemitteilung der BASt als PDF