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Mehr Unfälle, aber weniger Verkehrstote im Jahr 2016

11.07.2017

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die endgültigen Verkehrsunfallzahlen für 2016 vorgelegt.

Lt. Destatis erfasste die Polizei im vergangenen Jahr rund 2,6 Mio. Straßenverkehrsunfälle, 2,7 % mehr als 2015; die Zahl der Unfälle erreichte damit einen neuen Höchststand. Auch die Zahl der Verletzten stieg - allerdings nur leicht - um 0,8 % auf 396.666. Andererseits wurden 2016 mit 3.206 Personen (-7,3%) so wenige Menschen wie noch nie seit Beginn der Erhebung (1953) bei Verkehrsunfällen getötet.Von den Verkehrstoten war knapp jeder zweite ein Insasse in einem Pkw (1.531 Getötete), jeder sechste ein Fahrer oder Mitfahrer auf einem Kraftrad mit amtlichem Kennzeichen wie Motorrädern und -rollern (536), jeder siebte ein Fußgänger (490) und fast jeder achte ein Fahrradfahrer (393).
2016 starben auf Landstraßen 1.853 Menschen (=58 % aller Verkehrstoten), 30 % starben innerhalb geschlossener Ortschaften (960) und 12 % auf Autobahnen (393). Die meisten auf Landstraßen Getöteten kamen in einem Pkw ums Leben (60 %), fast jeder vierte war ein Kraftradnutzer. Dagegen verunglückten über 70 % aller getöteten Fußgänger und mehr als 60 % aller getöteten Radfahrer innerhalb geschlossener Ortschaften.
Ein Drittel aller Verkehrstoten war 65 Jahre oder älter. Ältere Menschen erleiden im Durchschnitt schwerere Unfallfolgen als jüngere, da die körperliche Widerstandsfähigkeit mit dem Alter sinkt. Dies zeigt sich besonders bei ungeschützten Verkehrsteilnehmern: Mehr als die Hälfte der getöteten Fahrradfahrer und mehr als die Hälfte der getöteten Fußgänger waren Senioren.

Pressemitteilung Destatis

Für 2017 liegen jetzt die Zahlen von Januar bis April vor. Demnach kamen 867 Menschen bei Verkehrsunfällen um's Leben - nahezu genauso viele wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Rund 105.600 Menschen wurden verletzt (-2,9 %). Insgesamt erfasste die Polizei in den ersten vier Monaten 2017 ca. 790.400 Straßenverkehrsunfälle (-1,4 %), darunter 81.300 Unfälle mit Personenschaden (–2,7 %).