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MPU auch bei weniger als 1,6 Promille

Neuerdings wird in einigen Bundesländern bereits bei einer Alkoholauffälligkeit mit weniger als 1,6 Promille eine MPU angeordnet.

So verlangen die Fahrerlaubnisbehörden in Baden-Württemberg die Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens (MPU) bereits dann, wenn die Fahrerlaubnis wegen einer festgestellten Blutalkoholkonzentration zwischen 1,1 und 1,59 Promille entzogen wurde. Grundlage hierfür ist § 11 in Verbindung mit §13, Satz 1, Nr. 2d der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV);  Anlass ist ein Urteil des VGH Baden-Württemberg vom 15.01.2014 (AZ 10 S 1748/13) in der Folge eines BVG Urteils vom Juni 2013.

Auch in Berlin müssen sich Trunkenheits-Ersttäter vor der Neuerteilung der Fahrerlaubnis einer medizinisch- psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen, wenn anlässlich der Trunkenheitsfahrt eine Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille oder mehr erreicht wurde. Dies geht aus einer Information des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten im Internet hervor.

Quelle: schriftl. bzw. mündliche Mitteilung Fahrerlaubnisbehörde LRA Rastatt, Reg. Bez.

Karlsruhe und Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg