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Negative Verkehrsunfallbilanz 2014

Nach über zwanzig Jahren erfolgreicher Bemühungen um die Senkung der Verunglücktenzahlen im Straßenverkehr hat es 2014 zum zweiten Male einen Rückschlag gegeben.

2011 stellte der damalige Bundesverkehrsminister Ramsauer das nationale Verkehrssicherheitsprogramm vor, das eine Reduktion der Getötetenzahlen bis 2020 um 40% anstrebt. Im selben Jahr stiegen die Verunglücktenzahlen erstmals seit Jahren wieder an.

Nun zeigt auch die Bilanz für 2014 ein negatives Bild: Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes kamen im vergangenen Jahr mit 3.368 Menschen fast ein Prozent mehr als im Vorjahr bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben. Noch deutlicher stieg die Zahl der Personen, die schwer oder leicht verletzt wurden; sie lag 2014 mit etwa 389.000 um rund 4 % über der des Vorjahres.

Zwar nahm die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Unfälle leicht ab und lag bei rund 2,4 Mio.(– 0,7 %), jedoch ist dieser Rückgang auf Unfälle mit ausschließlich Sachschaden zurückzuführen (2,1 Mio., -1,3 %) .

Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Sachsen-Anhalt mit 61 Todesopfern je 1 Million Einwohner, Mecklenburg-Vorpommern (58) sowie Niedersachsen und Brandenburg (jeweils 57) am größten; der Bundesdurchschnitt lag bei 42. 

 

Statistisches Bundesamt (destatis)