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Verkehrsunfälle im 1. Halbjahr 2020 mit Auswirkungen der Corona-Krise

Das durch die Corona-Pandemie bedingte geringe Verkehrsaufkommen hat sich nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im 1. Halbjahr 2020 positiv auf das Unfallgeschehen im Straßenverkehr ausgewirkt.

Insgesamt nahm die Polizei in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 1,1 Mio. Verkehrsunfälle auf - 18,3 % weniger als im 1. Halbjahr 2019. Das war der zweitniedrigste Wert seit der deutschen Vereinigung. Dabei sind 1.281 Personen ums Leben gekommen - 195 Personen oder 13,2 % weniger als im 1. Halbjahr 2019. Die Zahl der Verletzten ging um 18,7 % auf knapp 148.100 zurück. Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden von Januar bis Juni weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet oder verletzt.
Bereits im Januar und Februar 2020 waren geringfügige Rückgänge bei den Unfall-, Verletzten- und Getötenzahlen im Vergleich zu den Vorjahresmonaten verzeichnet worden. Von März bis Mai 2020 gingen die Zahlen dann ungewöhnlich deutlich zurück (Verkehrsunfälle minus 23, 35 und 23 %; Verletzte minus 27, 33 und 16 %; Getötete minus 33, 1,6 und 6,2 %).
Für den Zeitraum Januar bis Mai 2020 liegen tiefer gegliederte Ergebnisse vor. Danach kamen in den ersten fünf Monaten des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr Benutzer/innen von Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen (+10 Personen) ums Leben. Rückläufig waren dagegen die Zahlen der getöteten Pkw-Insassen (-90 Personen), Fußgänger/innen (-16 Personen) und Fahrradfahrer/innen (-9 Personen).

Pressemitteilung destatis